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Ja...wo fange ich an. Als Mitch im Mai 2008 leider starb war für meinen Mann und mich klar, dass wieder ein Windhund bei uns einzieht. Natürlich wieder ein Tierheimhund, unser karitativer. Das soll nicht abwertend gemeint sein. Wir geben nur immer solch einem Tier ein Zuhause. Nachdem 2008 für uns ein schlimmes Jahr war, begann 2009 gleich mit dem Verlust unserer geliebten Georgina. Collin wäre sonst schon früher eingezogen. Aber eigentlich, um ehrlich zu sein, hatten wir einen ganz anderen Greyhound ausgesucht.
Am 01.02.09 war es dann soweit. Mein Mann und ich ( Lilli an Bord) fahren nach Wagenfeld. Dort von der Tieroase Birkenschold hatten wir schon Mitch geholt. Bandit sollte unser neuer Hausgenosse werden, ein EX Rennhund wie Mitch. Was dann kam kann ich nur versuchen zu beschreiben. Bandit ein offener, fröhlicher, selbstbewußter Hund freut sich. Mein Mann ist begeistert. In einem der Nachbarausläufe bellt ein Greyhound kurz und verschwindet als wir näher kommen sofort. Mmh.. wer mich kennt kann sich denken was kommt. Wer ist dieser schüchterne Kerl, wo kommt er her? Herr Peters erzählt uns seine Geschichte:
Collin( vorher Rocinante) kommt aus Spanien. Anders als Mitch hat er keine Rennen gelaufen, sondern ist zur Jagd benutzt worden. Man muß das so nennen, denn er sollte noch Benutzung auch entsorgt werden.
Die Tierschützer in Spanien haben lange gebraucht bevor sie ihn einfangen konnten. Er ließ sich nicht am Hals anfassen, was die Vermutung zulässt, dass man versucht hat ihn aufzuhängen. Sein rechtes Vorderbein war so kaputt, dass es nur mit Mühe gerettet werden konnte. Sein ganzer Körper war übersät mit Wunden. Er wog noch 19 Kg. Ausserdem hat er Leishmaniose.
Als wir ihm begegnen wiegt er immerhin 28 kg, die äusserlichen Wunden sind verheilt. Er ist bereits ein Jahr in Deutschland, jetzt ca 6 Jahre alt und sein Misstrauen fremden Menschen gegenüber ist noch gross. Besonders Frauen scheinen bei ihm nicht so beliebt zu sein. Mein Mann hatte es da etwas einfacher. Nachdem es mit Lilli keine Probleme gab, wir haben ja noch mehr Hunde, beschließen wir Collin mitzunehmen. Ging ja auch gar nicht anders ;-)!
Collin ist jetzt gut 2 Wochen bei uns. Nach ausführlichem Check in der Tierklinik und einem Bad hat er hoffentlich die unangenehmen Posten hinter sich. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er eine Familie. Er geniesst das sichtlich und ist so dankbar. Jeden Tag macht er kleine Fortschritte und wir wünschen uns das er noch lange an unserem Leben teil hat.
Die Spanischen Tierretter haben ein kleines Wunder vollbracht, wie das nachfolgende Foto belegt.
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